AKWs: Schönheit allein ist noch kein Argument

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AKWs brauchen immense Mengen Wasser. Ausgerechnet bei grosser Hitze müssen sie oft abgestellt werden. Sie produzieren 2/3 Abwärme und verwenden Brennstoff z.B. aus Russland oder Kasachstan. Viel besser ist die einheimische Energie von Wind, Sonne und Wasser.

Leserbrief zum Gastbeitrag von Urs Furrer, Direktor des Schweizer Gewerbeverbands unter dem Titel «Schöne Kühltürme, sicherer Strom» (AZ-Ausgabe vom 4. September 2026, Paywall)

Wenn Urs Furrer das Hohelied der Atomenergie singt und unter anderem behauptet, dass sie nicht vom Wetter abhängig sei, stimmt dies mindestens für den aktuellen Hitzesommer nicht. Dies, weil ja AKW enormen Kühlwasserbedarf haben und deshalb teilweise oder ganz abgeschaltet werden mussten.

Auch das AKW Gösgen hat einen Bedarf an chemisch behandeltem Verdunstungswasser von 0,4 bis 0,7 Kubikmeter pro Sekunde angegeben. Dies ist nicht ganz unerheblich, ergibt dies doch einen Würfel von 32 bis 40 Meter Kantenlänge – jeden Tag. Zwar ist das Wasser dann in der Luft, regnet aber nicht zwingend bei uns aus. Eigentlich machen Wärmekraftwerke wenig Sinn, wenn sie, wie die AKWs, nur etwa einen Drittel der freigesetzten Energie in Form von Strom abgeben.

Kommt dazu, dass das AKW-Spaltmaterial aus oft fragwürdigen Ländernimportiert wird, wogegen die Energie für die Erneuerbaren (Wasser-, Solar- und Windkraft) von der Sonne direkt in die Schweiz geliefert wird.