FDP auf dem Weg in eine strahlende Zukunft?

Windrad in Collonges

Ständerat Thierry Burkart will in der AZ vom 25. März 2026 «ideologische Blockaden überwinden». Tut er das, oder orientiert er sich nicht eher an seiner deutschen Schwesterpartei? Wir alle arbeiten am notwendigen ökologischen Umbau der Wirtschaft, aber ausgerechnet die FDP kämpft für fossile Energien, gegen Windräder und gegen Wärmepumpen. Wenig überraschendes Resultat in Deutschland: politische Bedeutungslosigkeit.

Die Schweizer Wirtschaft fordert eine solide Energiepolitik und eine verlässliche Partnerschaft zur EU. Unsere FDP unterminiert die 2017 vom Volk beschlossene Energiestrategie und kann sich beim EU-Rahmenvertrag nicht entscheiden. Sie setzt als angebliche Partei der Wirtschaft ausgerechnet auf die viel zu teure, veraltete Kernenergie, die nur mit immensen Steuergeldern realisiert werden kann. Die Schweizer Wirtschaft baut sehr rasch die nachhaltigen Energien aus und schafft enorme Batterie- und Wasserspeicher-Kapazitäten.

Technologieoffenheit?

Konsequente Technologieoffenheit würde zum Beispiel heissen: viele Windkraftwerke im Aargau. Stattdessen kämpfen FDP-Anwälte und -Politiker an vorderster Front gegen jede Windmühle. Diese Partei politisiert nicht für die Wirtschaft, welche längst täglich die vom Volk beschlossene Energiestrategie umsetzt, und nicht für die Bevölkerung, die in grosser Zahl Solarpanels, Batterien, Wärmepumpen und Elektroautos im Einsatz hat.

Der Blick über die Grenze

Und wo bleibt der früher weltoffene FDP-Blick über die Grenze? In Baden-Württemberg stehen 808 Windräder, in Bayern 1163, in Österreich 1451. In der Schweiz: 47. Im Aargau: Null. Derweil sind (staatliche) Schweizer Energieunternehmen wie Axpo oder BKW an Hunderten von Windrädern in ganz Europa beteiligt. Mit unserem hohen Strompreis finanzieren wir also die Investitionen in Kraftwerke im Ausland und können den Strom mangels EU-Rahmenvertrag nicht einmal sicher in die Schweiz importieren.

In der EU wird eine Windanlage in wenigen Jahren gebaut. Die erste Aargauer Anlage auf dem Lindenberg scheiterte letztes Jahr nach 10 Jahren Planung trotz Beschluss des Grossen Rats, bestandener Umweltverträglichkeitsprüfung, nationalem Windexpress und intensiver Begleitung durch die Bevölkerung in 23 thematischen Arbeitsgruppen. Wo war da die FDP, die sonst immer für beschleunigte Verfahren kämpft? Sie vertrat in Person von Rechtsanwalt und Grossrat Lukas Pfisterer die Windkraftgegner. Noch Fragen?

Kurzfassung

Die AZ hat die 2300 Zeichen des obigen Artikels nicht akzeptiert, aber eine gekürzte Fassung angefordert. Hier ist sie.

FDP kämpft gegen Windmühlen

Orientiert sich Ständerat Thierry Burkart an seiner deutschen Schwesterpartei? Diese kämpfte für AKW, für fossile Energien und gegen Windräder und Wärmepumpen – in Deutschland führte dies zu politischer Bedeutungslosigkeit. Die Schweizer Wirtschaft fordert solide Energiepolitik und EU-Partnerschaft, doch die hiesige FDP unterminiert die 2017 beschlossene Energiestrategie und setzt auf teure, veraltete Kernenergie, die Abermilliarden an Steuergeldern kostet.
Unsere Wirtschaft baut zurzeit rasch nachhaltige Energien aus und schafft Batterie- und Wasserspeicher-Kapazitäten. Währenddessen kämpfen FDP-Anwälte und -Grossräte gegen jede Windmühle. Diese Partei politisiert weder für die Wirtschaft noch für die Bevölkerung, die von sich aus viel Geld in Solarpanels, Batterien, Wärmepumpen und Elektroautos investiert.
Der Blick über den nationalen Tellerrand: Baden-Württemberg hat 808 Windräder, Bayern 1163, Österreich 1451, Schweiz 47 – Aargau: null. Schweizer Energieunternehmen wie Axpo oder BKW haben hunderte europäische Windräder gebaut. Mit hohen Strompreisen finanzieren wir also Kraftwerke im Ausland und können den Strom mangels EU-Rahmenvertrag nicht mal sicher importieren. Die erste Aargauer Windanlage auf dem Lindenberg scheiterte 2024 nach 10 Jahren Planung trotz Grossratsbeschluss und Umweltverträglichkeitsprüfung. Die FDP trat nicht etwa für beschleunigte Verfahren ein. Ein bekannter FDP-Grossrat und Anwalt verhinderte das Projekt im Auftrag der Windkraftgegner. Noch Fragen?

Links

Meinungsartikel Thierry Burkart in der AZ vom 25. März 2026: Atomenergie: Ideologische Blockaden überwinden

Gastkommentar Stefan Müller-Altermatt in der AZ vom 23. März 2026: Albert Rösti hat dem Ständerat einen Bären aufgebunden